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Vereinssatzung
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Rita Krause Rechterfelder Straße 3 49429 Visbek Tel.: 04445/7611 krause.rita@gmx.de |
Elisabeth Naffin Halter 44 49429 Visbek Tel.: 04447/1312 e.naf@gmx.de |
Abbildung: Die Bartimäusgruppe in ihren Anfängen -
| Samstag, 10. Februar | Kohlessen der Kolpingsfamilie |
| Freitag, 23. Februar | Disco im Haus Marienstein |
| März | Bowling oder Kegeln |
| April | Spieleabend und Pizza essen |
| Samstag, 13. April | Wallfahrt der Kolpingsfamilie durch Visbek |
| Freitag, 24. Mai | Maiandacht der Kolpingsfamilie mit anschließendem Grillen |
| Samstag, 15. Juni |
Wir besuchen eine Alpaka - Farm. Treffen ist um 14:30 Uhr zu Kaffee und Kuchen bei Gaststätte Hogeback. Anschließend geht es gegen 16:00 Uhrzur Alpaka - Farm. Alles weitere ist hier zu finden. |
| Sonntag, 30. Juni |
Wir fahren nach Recklinghausen zum vietnamesischen Begegnungsfest! Alles weitere ist hier zu finden. |
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Freitag, 12. Juli bis Sonntag, 28. Juli |
Wir fahren nach Duderstadt! |
| Samstag, 28. Juli | Sommerfest der Kolpingsfamilie |
| August | Auf gehts zum Stoppelmarkt! |
| September | Kolpingfest in Vechta |
| September | Wir fahren in das Miniatur - Wunderland nach Hamburg |
| Oktober | Margret Emke kocht mit uns |
| November | Wir dürfen bei Blumen Westermann auf deren Weihnachtsausstellung wieder Waffeln und Glühwein zu unseren Gunsten verkaufen. |
| Dezember | Wir haben unsere Adventsfeier |
Visbek/Gescher. Gerade einmal drei Jahre diente Pfarrer Paulus Dinh Dung Phan, damals noch Vikar, in der Gemeinde Visbek/Rechterfeld. Doch der Geistliche hat große Spuren hinterlassen, hat vor allem für die Menschen mit Beeinträchtungen hier viel bewegt. Mit einem Begegnungs- nachmittag im Pfarrheim legte er am 22.November 2003 den Grundstein für die Bartimäus - Gruppe, die 14 Jahre später fast 30 Mitglieder mit und ohne Behinderung zählt. Die Gruppe besuchte ihr Gründungsmitglied nun erstmals an seinem aktuellen Wirkungsort Gescher.
"Zwar traf ich im Rahmen meiner Hausbesuche immer wieder Menschen mit Handicaps, zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen der Gemeinde kamen sie jedoch nur selten", erinnert sich Pfarrer Phan an seine Anfänge in Visbek. Das, betont er, habe er ändern wollen. Sein Wunsch war es, die Menschen mit Behinderung noch stärker in die Mitte der Gemeinschaft zu holen, ihnen neue Möglichkeiten der Teilhabe zu eröffnen.
Denkt Pfarrer Phan an die Gründung der Bartimäus-Gruppe zurück, empfindet er noch heute Dankbarkeit. Viele Menschen hätten ihn damals unterstützt, erzählt der 49-Jährige. Seien von der ersten Stunde an mit großem Engagement dabeigewesen. Als er 2005 Visbek zunächst in Richtung Recklinghausen verließ, hatte sich längst ein fester Kreis aus Mitstreitern gebildet, die das Ziel einer verbesserten Teilhabe weiterverfolgen konnten und wollten.
Abgerissen ist der Kontakt zu ihnen bis heute nicht - obwohl Pfarrer Phan 2015 ein weiteres Mal die Gemeinde wechselte. Während die Mitglieder der Gruppe ihn über die Jahre hinweg regelmäßig besuchten, hielt er selbst sich mithilfe des Internets über deren Aktivitäten auf dem Laufenden. "Die Bartimäus-Gruppe", macht er deutlich, "war und ist mir ein Herzensanliegen." Entsprechend groß ist auch bei ihm die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. "Kiek maol wedder in", verabschiedete sich der Geistliche nach dem jetzigen Besuch der Visbeker, die den Aufenthalt in Gescher unter anderem für einen Abstecher in die Kirche und das Glockenmuseum nutzten.
Bis dahin wünscht Pfarrer Phan der Gruppe vor allem einen starken Zusammenhalt. Und weiterhin viel von jener Unternehmungslust, die seit 14 Jahren Menschen mit Beeinträchtigungen dorthin holt, wo sie hingehören: mitten in die Gesellschaft.
Wie sich der Ortskern der Gemeinde Visbek barrierefreier gestalten ließe, zeigten jetzt gehbehinderte Mitglieder der Bartimäus - Gruppe bei einem Rundgang mit Bürgermeister Gerd Meyer auf. Die Teilnehmer wiesen unter anderem auf Stellen hin, an denen der Bordstein abgesenkt werden sollte. Ferner wurde vorgeschlagen, dass bei der Ampel ein Akustiksignal installiert wird. Zudem wiesen sie darauf hin, dass es noch zu wenig Behindertenparkplätze im Ort gebe. Der Bürgermeister dankte seinen Begleitern für ihre Vorschläge und versprach, diese auf Umsetzbarkeit zu prüfen.
„Inklusion ist ein wichtiges Thema, daher ist es schön, dass Menschen mit Behinderung und Nichtbehinderte gemeinsam am Klönabend teilnehmen“, begrüßte Visbeks Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe über 20 Interessierte auf dem Plattdeutsch-Abend der „Visbeker Warkstäe“ des Heimatvereins Visbek im Gasthof Dieckhaus. Unter den Gästen waren auch mehrere Mitglieder der Visbeker Bartimäus-Gruppe, die den Abend gestaltete.
Die Sprecherinnen der Gruppe, Rita Krause und Rita Bramlage, berichteten zunächst über die Anfänge 2003 und wie sie zur Kolpingsfamilie Visbek und ihren Namen gekommen sind, bevor sie über die Gruppenarbeit erzählten. Heute hat die Gruppe 25 jugendliche und erwachsene Mitglieder. „Wir sind“, soweit bekannt, „die einzige Behindertengruppe in einer Kolpingsfamilie“, mutmaßten die Sprecherinnen. Das ursprüngliche Ziel einer gemeinsamen Freizeitbetätigung sei in all den Jahren umgesetzt worden. So hat man die Autostadt in Wolfsburg, die Meyer Werft in Papenburg mit ihren riesigen Kreuzfahrtschiffen, die Lüneburger Heide und sogar die Bundeshauptstadt Berlin besucht.
„Häufig haben wir zwei oder drei Veranstaltungen in einem Monat“, berichtete Rita Bramlage „up Platt“. An den 17 Veranstaltungen im vergangenen Jahr seien fast 500 Teilnehmer gezählt worden. „Besonders gut kommen Veranstaltungen mit Musik und Tanz an“, so Rita Krause. Die Finanzierung für Aktivitäten der Gruppe erfolgt über Spenden. Sowohl finanziell als auch bei Veranstaltungen sei die Unterstützung in Visbek riesengroß.
In jüngster Zeit habe die Bartimäus-Gruppe Überlegungen für ein barrierefreies Visbek angestellt. Hierzu seien bereits erfolgreiche Gespräche mit der Gemeinde Visbek und dem Visbeker Behindertenbeauftragten Karl Kubisch geführt worden. Ein Wunsch für die Zukunft sei es, dass auch „Stolpersteine in den Köpfen der Menschen“ abgebaut werden.
Text: Gemeinde Visbek, Alfred Kuhlmann (mit leichten Änderungen)